Fast schon in Vergessenheit geraten, sind diese geheimnisvollen Früchte, die Quitten! Nach mühsamen schrubben, einem Messer-Massaka (Gott sei dank unverletzt), stundenlangem Kochen, abseihen und einfüllen ist es geschafft – Mein erstes Quittengelee – Quittenmus/Marmelade und Quittenkäse/Quittenbrot! Fazit; die Verarbeitung der Früchte bringt zwar einiges an Mühe mit sich – Die Arbeit wird aber durch einen außergewöhnlichen, köstlichen Geschmack, den man nicht in jedem Supermarkt finden kann, belohnt – #Quittenfreude 🙂

Quitten – Mus: 
  • Quitten
  • Wasser
  • Zucker
  • Zitronensaft
Quitten – Gelee: 
  • Abgeseihte Flüssigkeit von den Quitten für das Quittenmus
  • Zitronensaft/Zitronenschale
  • Gelierzucker 2:1
  • Vanille, ZimtGewürze (Zimt, Nelken, Sternanis) 
Quitten – Käse:
  • Quittenmus
  • Kristallzucker
Quitten – Kompott:
  • Quitten
  • Wasser
  • Zitronensaft/Schale
  • Zucker
  • Gewürze (Vanille, Zimt, Nelken, Sternanis)
Legen wir los!
Quittenmus: 
  • Zuerst sollten die Quitten mit einem sauberen Küchentuch abgerieben werden, damit die Pelzige Schicht entfernt wird.
  • Das geht auch supergut mit einer Gemüse/Obstbürste unter rinnendem Wasser – So erspart man sich den anschließenden Schritt, das Abwaschen 😉
  • Jetzt geht`s an den wohl anstrengendsten Teil – das Zerkleinern! Quitten sind ziemlich hart, aber auch „rund“ und rutschig, deshalb ist hier Vorsicht geboten.
  • Für mich ging es am besten, zuerst die Ober/Unterseite abzuflachen, die Quitte dann aufzustellen und rund um den Strunk das Fruchtfleisch herunterzusäbeln – ähnlich wie bei einer Ananas.
  • Dann wird noch alles in gleich große Stücke zerkleinert.
  • Das Fruchtfleisch kommt jetzt in einen Kochtopf (für 2Kg Früchte, wird mit 1,5l Wasser aufgegossen) – Jetzt noch die Gewürze je nach Belieben dazu (Zimt, Nelken, Sternanis, Vanille, Zitronenschale..) – wenn ihr ein Gewürz/Teetuch habt, könnt ihr die Zimtstange, Nelken, Sternanis darin mit-kochen, so bekommt ihr sie später leichter wieder raus.
  • Nun werden die Früchte für ca. 45min-1h pochiert (leicht „köchelnd“ gargezogen) bis sie weich, aber nicht matschig sind.
  • Der Sud – in dem das Fruchtfleisch gekocht wurde, kann jetzt durch ein Baumwolltuch/Feines Sieb abgeseiht werden und später für das Quittengelee verwendet werden.
  • Für das Quittenmus werden zuerst die Gewürze entfernt und die Früchte dann – ev. mit etwas vom abgeseihten Saft, oder Wasser und Zucker gemixt und nochmals erhitzt. – Ich habe dafür unseren Thermomix benützt.
  • Wenn du das Mus ganz fein haben willst, könntest du es auch noch einmal mit einer Teigkarte durch ein Feinsieb streichen.
  • Während das Mus noch einmal aufkocht, bereitest du dir schon deine Schraubgläser vor. Koche dafür Wasser auf und spüle die Gläser und die Deckel damit gut aus.
  • Sobald das Quittenmus aufgekocht hat, kannst du es auch schon in die vorbereiteten Gläser füllen.
Quittengelee:
  • Für das Gelee kannst du auch Schalen/Kerngehäuse mit Wasser einkochen – die geben noch viel Aroma ab.
  • Bereite dir am besten schon einmal deine Gläser, so wie beim Quittenmus, vor.
  • Den gesamten abgeseihten Quittensaft solltest du dann abwiegen. So weißt du, wie viel Gelierzucker benötigt wird.
  • Ich habe mich für 2:1 (2 Teile Früchte, 1 Teil Zucker) entschieden. Zuerst habe ich etwas weniger Gelierzucker verwendet, aber dann nach der „Tellerprobe“ noch etwas dazugegeben, so dass das Verhältnis 2:1 war.
  • Gib dann auch den Zucker zum Saft und schmecke ihn nach Belieben mit Vanille, Zitronensaft/Schale und Zimt ab.
  • Jetzt wird alles erhitzt und für ca. 4min sprudelnd aufgekocht.
  • Dabei entsteht ein weißlicher Schaum, der abgeschöpft werden kann.
  • Nun wird am besten eine „Tellerprobe“ gemacht. – Einfach ein paar Tropfen auf einen Unterteller geben und diesen für ein paar Minuten in den Kühlschrank stellen. Werden die Tropfen fest, weißt du dass genug Gelierzucker verwendet wurde – Ansonsten weiter einkochen, oder noch etwas Gelierzucker dazugeben und wieder aufkochen.
  • Jetzt kommt alles in die vorbereiteten Gläser. Ich habe das heiße Gelee dafür in einen Messbecher gefüllt und zügig alle Gläser gefüllt.
  • Dann werden die Gläser verschlossen und für ca. 5min umgedreht. Wieder aufrecht lässt man sie abkühlen und kann sie dann an einem kühlen Ort / oder gleich im Kühlschrank – wenn genug Platz, aufbewahren.
Quittenkäse: 
  • Bereite dir ein Backblech mit Silikonbackmatte/Backpapier und einem Backrahmen vor.
  • Zuerst wird ein Quittenmus hergestellt. Dieses lässt du aber noch etwas länger kochen und gibts kein Wasser/keinen Saft dazu.
  • Wenn du eine schöne rote Farbe erhalten willst, kannst du noch eine Hand voll Himbeeren dazu mixen.
  • Sobald der „Brei“ schön dickflüssig eingekocht ist, gibst du ihn in deinen vorbereiteten Backrahmen und streichst (Palette oder Teigkarte)/klopfst die Masse schön glatt.
  • Jetzt kommt dein Quittenkäse für ca. 3-4h bei 80C° Umluft in den Ofen.
  • Wenn sich die Oberfläche fest und trocken anfühlt kannst du ihn aus den Ofen nehmen, abkühlen lassen, aus dem Backrahmen herausschneiden und dann Backpapier auf die Oberfläche geben und ihn mithilfe eines zweiten Backblechs umdrehen.
  • Nun sollte sich die Oberseite unten befinden und du kannst die Silikonbackmatte vorsichtig abziehen.
  • Dann geht es wieder für 3-4h bei 80C° in den Ofen.
  • Sobald sich die Oberfläche wieder fest und trocken anfühlt kommt der Quittenkäse aus dem Ofen.
  • Lass ihn am besten etwas abkühlen und bestreue dann beide Seiten mit Kristallzucker (wieder mit der Wendemethode).
  • Jetzt solltest du ihm wieder etwas Zeit zum „Nachziehen“ geben, bevor er geschnitten wird. Mach am besten eine Probe, um zu sehen ob er schon schnittfest ist.
  • Dann kann das Quittenbrot nach Belieben ausgestochen/in Quadrate/Rauten/Rechtecke geschnitten und nochmals in Kristallzucker gewälzt werden.
Quittenkompott: 
  • Für das Quittenkompott kannst du deine Quitten schälen, oder die Schale auch einfach dranlassen.
  • Nun werden die Quitten mit vieeel Kraftaufwand 😉 in beliebig große Stücke/Scheiben geschnitten.
  • Am besten werden sie gleich in etwas Wasser mit Zitronensaft gelegt, damit sie nicht braun werden.
  • Entferne das Kerngehäuse und gib es zusammen mit den Schalen in einen Kochtopf. Gib so viel Wasser dazu, dass alles bedeckt ist und koche die Reste dann für ca. 45min bis der Saft/die Flüssigkeit leicht rosa ist und nach Quitte schmeckt.
  • In diesen Sud kommen dann deine vorbereiteten Quittenstücke, Zucker, Zitronensaft/Schale, Gewürze (Sternanis, Zimtstange, Gewürznelken, Vanille)
  • Die Gewürze können entweder in einem Gewürzsäckchen mit gekocht und danach herausgenommen, oder auch einfach im Kompott gelassen werden / oder provisorisch mit dem Kochlöffel rausgefischt werden.
  • Lass alles so lange kochen, bis die Quitten schön weich, aber noch nicht „matschig“ sind.
  • Währenddessen kannst du wieder, wie beim Mus und dem Gelee, die Gläser vorbereiten/auskochen.
  • Dann gehts auch schon ans einfüllen. Am besten zuerst die Fruchtstücke in die Gläser geben und dann den heißen Sud (bei einer großen Menge ev. noch einmal aufkochen) darübergeben, so dass die Früchte gut bedeckt sind.
  • Die Gläser wieder verschrauben und für ca. 5min umdrehen, abkühlen lassen und dann kühl lagern, oder gleich im Kühlschrank aufbewahren.

 

Viel Glück beim Ausprobieren, wünscht dir deine Naschzentrale! 🙂 Schreib uns doch auch gerne mal, was deine Lieblings-Quitten Rezepte sind.

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