Sommer, Sonne, Strand und wunderschöne italienische Mode.

Schweren Herzens trennten wir uns von unseren Backöfen und manövrierten uns durch den italienischen Verkehr in die Stadt der Mode.

Zur Beruhigung gab es zuerst ein großes Gelato. Dann gings Kopf voraus ins Shoppingvergnügen. Die Stadt hat einiges zu bieten; von sündhaft teuren Modegeschäften, die man nur durch klingeln betritt, bis hin zu coolen Schneidereien und trendigen Schuhmachern.

Ein weiteres Highlight waren die Spezialitätenläden, in denen man am liebsten einen ganzen, von der Decke hängenden Prosciutto – Schweinefuß, zusammen mit einem 5kg Mozarella di Bufala und einem riesigen, luftigen, italienischem Weißbrot verspeisen möchte.

 

Ja, abgenommen haben wir bei diesen Versuchungen sicher nicht! Dafür wurden beim Shopping-Marathon einige Kalorien verbrannt. Kein Geschäft war vor uns sicher, auch die originellen braunen Männer-Lederschuhe mit Reisverschluss und ein edler, weißer Jumpsuit konnten nicht schnell genug in Sicherheit gebracht werden und wurden nach Österreich entführt.

Nachdem der Hunger durch italienische Pasta gestillt war, wollten wir das Mailänder Nachtleben kennenlernen. Doch das Glück war an diesem Abend nicht auf unserer Seite. Der besagt gute Club namens „Plastic“ hatte geschlossen und der Taxifahrer fuhr uns zu einer, wie er meinte „hippen“ Party, die sich jedoch als teuer (50€/Person, 1Getränk ca. 15-20€) und langweilig (Kommerz Musik, gestellte Leute) herausstellte. Wir machten uns trotzdem einen schönen Abend. Das Geld war es jedoch nicht wert.

Nach einer kleinen Sightseeing-Tour am nächsten Tag, machten wir uns auch schon auf den Weg ins malerische Firscherdörfchen Lerici. Hat man erst mal die klaustrophobisch engen Straßen überwunden, entdeckt man eine wunderschöne romantische Landschaft, die zum Verweilen einlädt.

Unser Plan war es über die Nacht im Auto zu verbringen, Dorfbewohner warnten uns jedoch, dass das von der italienischen Polizei gar nicht gerne gesehen wird und so suchten wir uns spontan einen kleinen Campingplatz. Ein romantisches Abendessen auf einem Felsen vor dem Meer, machte das etwas unbequeme Schlafen im Auto wieder gut.
Am letzten Urlaubstag gönnten wir uns noch ein paar erholsame Stunden am Strand, ließen uns die Sonne auf den Rücken scheinen und kühlten uns im frischen Salzwasser ab. Verabschiedet haben wir uns obligatorisch wieder mit einem großen Gelato.

Doch schon bei der Heimreise war klar – Mailand, wir kommen wieder!